Gebühren

 

 

 

Mandanteninformation

 

 über Rechtsanwaltskosten

 

 

 

Die Gebühren des Rechtsanwalts werden nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) berechnet.

 

Das RVG gilt für alle Rechtsanwälte des gesamten Bundesgebietes.

 

 

 

Die Gebühren werden berechnet nach dem jeweiligen Gegenstandswert der Angelegenheit.

 

 

Es sind verschiedene Gebühren zu unterscheiden.

 

 

 

1. Erstberatung

 

Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Rechtsanwalt und Mandant ist ein erstes Beratungsgespräch. Seit dem 01.07.2006 werden die Gebühren für die Beratung nicht mehr nach dem RVG berechnet. Nunmehr soll der Rechtsanwalt nach freiem Ermessen ein bestimmtes Honorar fordern. Dies wird in einer Vergütungsvereinbarung geregelt, welche der Mandant vor dem Beratungsgespräch unterzeichnen muss.

 

In der Rechtsanwaltskanzlei I.Acker beträgt die Vergütung grundsätzlich 70,00 EUR (brutto) pro angefangener Stunde. Eine erste Beratung dauert in der Regel bis zu einer Stunde.

 

 

 

 2. Außergerichtliche Tätigkeit

 

Die außergerichtliche Tätigkeit umfasst den außergerichtlichen Schriftverkehr mit der Gegenseite sowie evtl. Besprechungen mit dem Gegner. Hierfür kann der Rechtsanwalt die sog. Geschäftsgebühr abrechnen. Diese beträgt regelmäßig 1,3.
Sollte eine vergleichsweise Einigung der Parteien durch das Tätigwerden des Rechtsanwalts erreicht werden, entsteht neben der Geschäftsgebühr noch eine Einigungsgebühr in Höhe von 1,5.

 

 

 

3. Gerichtliche Tätigkeit

 

Im gerichtlichen Verfahren entstehen unterschiedliche Gebühren, je nach Tätigkeit des Rechtsanwalts. Die Verfahrensgebühr in Höhe von 1,3 entsteht jedoch in jedem Fall.

Für die Teilnahme an einem Gerichtstermin entsteht eine weitere Gebühr, die Terminsgebühr in Höhe von 1,2.

Auch im gerichtlichen Verfahren besteht die Möglichkeit, dass sich die Parteien einigen und einen Vergleich schließen. Dieser Vergleich kann entweder die bereits anhängigen Ansprüche betreffen, dann beträgt die Gebühr 1,0. Er kann aber auch noch nicht rechtshängige Ansprüche betreffen, d.h. Ansprüche, die noch nicht Gegenstand des bereits laufenden Gerichtsverfahrens sind, aber mit erledigt werden sollen. Über diese mitverglichenen Ansprüche entsteht eine Einigungsgebühr in Höhe von 1,5.

 

Folgende weitere Auslagen können entstehen:

 

Dokumentenpauschale, Entgelt für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen, Fahrtkosten (z.B. Gerichtstermine, Ortstermine), Reisekosten, Tage- und Abwesenheitsgeld.

 

 

 

Gebühren für außergerichtliche Tätigkeit werden auf die nachfolgenden Gebühren für eine gerichtliche Tätigkeit zur Hälfte, maximal mit 0,75 angerechnet.

 

 

 

 

 

Wer trägt die Kosten des Rechtsanwalts?

 

Grundsätzlich ist der Auftraggeber auch Kostenschuldner des Rechtsanwalts.

 

Wenn Sie den Rechtsanwalt mit der Übernahme eines Mandates beauftragen, sind Sie daher auch sein Kostenschuldner.

 

 

 

Für den Fall, dass Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, ist es ratsam, vorab nachzufragen, ob diese die Kosten für die Beauftragung eines Rechtsanwalts in dem konkreten Fall übernimmt. Es ist auch sinnvoll zu erfragen, ob und ggf. in welcher Höhe eine vereinbarte Selbstbeteiligung Inhalt Ihres Vertrages ist.

 

 

 

Sollte die Rechtsschutzversicherung keine Kostenübernahme erklären, gilt auch hier wieder: Auftraggeber = Kostenschuldner.

 

 

 

In verschiedenen Fällen kann der Rechtsanwalt auch mehr als die gesetzlichen Gebühren mit dem Auftraggeber vereinbaren. Dies geschieht in Form einer Vergütungsvereinbarung. Diese kann sowohl als Stundenhonorar als auch als Festhonorar vereinbart werden. Darüber hinaus hat der Rechtsanwalt die Möglichkeit, für Fahrten zu einem Gerichtstermin, der nicht in seinem Gerichtsbezirk (Lörrach) stattfindet, eine Vergütungsvereinbarung für die Teilnahme an diesem Gerichtstermin zu schließen.